Ein europäischer Konflikt – Der Abstimmungskampf um Oberschlesien 1921

Das Oberschlesische Landesmuseum in Ratingen erinnert an die Volksabstimmung und anschließende Teilung Oberschlesiens

Die Filmvorführung findet am 21. März statt.

Das Oberschlesische Landesmuseum lädt am Samstag, den 21. März 2026, um 12 Uhr zu einer besonderen Filmvorführung und anschließenden Gesprächsrunde ein. Gezeigt wird der Film „Ein europäischer Konflikt – Der Abstimmungskampf um Oberschlesien 1921“, der die komplexen historischen Hintergründe der Volksabstimmung in Oberschlesien nach dem Ersten Weltkrieg beleuchtet. Der 36-minütige Film zeigt, wie deutsche und polnische Historikerinnen und Historiker – darunter Prof. Małgorzata Myśliwiec und Dr. Guido Hitze – die Ereignisse analysieren und aufzeigen, wie Geschichte erinnert, interpretiert und vermittelt wird. Im Anschluss sind die Besucherinnen und Besucher eingeladen, sich im Rahmen eines filmischen Gesprächskreises mit Dr. Frank Mäuer über die Themen des Films auszutauschen.

Die Volksabstimmung von 1921 war ein entscheidender Moment in der europäischen Geschichte nach dem Ersten Weltkrieg. Die Bevölkerung Oberschlesiens sollte gemäß dem Versailler Vertrag selbst über ihre staatliche Zugehörigkeit entscheiden. Während etwa 60 Prozent der Wählerinnen und Wähler für den Verbleib bei Deutschland stimmten, votierten rund 40 Prozent für den Anschluss an Polen. Besonders spannend ist das regionale Gefälle: Viele ländliche Gebiete sprachen sich für Polen aus, während die Städte überwiegend Deutschland bevorzugten. Der Abstimmungskampf verlief jedoch alles andere als friedlich: Propaganda, Einschüchterungen und bewaffnete Auseinandersetzungen prägten die Zeit vor und nach der Abstimmung. Letztlich entschied der Völkerbund über die Aufteilung Oberschlesiens, wobei Deutschland den größeren Teil erhielt, Polen aber den bedeutenden industriellen Anteil der Region zugesprochen bekam.

Ort: Oberschlesisches Landesmuseum
Zeit: Samstag, 21. März 2026, 12 Uhr
Eintritt: kostenlos
Anmeldung: bis 19. März unter vermittlung@oslm.de

Text: Katarzyna Schieweck

Stiftung Haus Oberschlesien
Oberschlesisches Landesmuseum
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