Ausstellung „Zeichen der Zeit“ bis 1. November 2026 verlängert

Die deutsch-polnische Ausstellung über deutsche Inschriften in Schlesien ist im Schlesischen Museum zu Görlitz zu sehen

Präsentiert werden Fotografien von Thomas Voßbeck und Texte von Dawid Smolorz.

Die deutsch-polnische Ausstellung Zeichen der Zeit. Deutsche Inschriften in Schlesien wird im Schlesischen Museum zu Görlitz bis zum 1. November 2026 zu sehen sein. Ursprünglich war sie bis Mitte September geplant. Sie dokumentiert deutsche Inschriften im öffentlichen Raum Schlesiens – fotografiert von Thomas Voßbeck (Berlin) in den Jahren 2018–2025 und mit ihrer Geschichte beschrieben durch den Regionalforscher Dawid Smolorz (Gleiwitz/ Gliwice), Kurator der Ausstellung.

Die Schau macht deutlich, dass man an sehr vielen Orten Nieder- und Oberschlesiens historische deutsche Schriftzüge findet. Sie sind Relikte der deutschen Vergangenheit der Region, die nach 1945 ausradiert werden sollte. Heute sind diese Inschriften Anlass zur kritischen Auseinandersetzung mit der Geschichte und dem Kulturerbe. Immer häufiger werden sie als schutzwürdige Elemente betrachtet und sogar wieder sichtbar gemacht.

Am Tag der Ausstellungseröffnung. Fot. Axel Lange

Die Ausstellung findet anhaltendes Interesse der deutschen und polnischen, regionalen und überregionalen Medien. Über 3.000 Menschen haben die Schau bereits gesehen, über 400 nahmen an den bisherigen Veranstaltungen des Begleitprogramms teil. Beinahe 700 Online-Besucher haben das der Ausstellung zugrundeliegende Portal „Vergessene Inschriften“ mit noch viel mehr dokumentierten Objekten kennengelernt. Die deutsch-polnische Publikation zur Ausstellung – die erste überhaupt zum Thema deutsche Inschriften in Schlesien – wurde im März auf der Leipziger Buchmesse präsentiert. Ein Gastbeitrag von Karolina Kuszyk, Autorin des vielbeachteten Bestsellers „In den Häusern der anderen“, bereichert das Buch um eine literarische Perspektive.

Am Tag der Ausstellungseröffnung. Fot. Axel Lange

Das Projekt „Zeichen der Zeit“ (Ausstellung, Publikation, Begleitprogramm) wird von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und der Erika-Simon-Stiftung gefördert. Projektleiterin ist die Kulturreferentin Agnieszka Bormann. Der polnische Kooperationspartner – das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit in Oppeln/Gleiwitz (Opole/Gliwice) – wird die Schau ab Januar 2027 in Polen präsentieren. Die erste Station ist das Oppelner Dokumentations- und Ausstellungszentrum der Deutschen in Polen.

Am Tag der Ausstellungseröffnung. Fot. Axel Lange

Weitere Infos zum Projekt „Zeichen der Zeit“ finden Sie hier

Text: Agnieszka Bormann, Kulturreferat für Schlesien