Im Dezember waren die Mitglieder des Vereins wieder zu Besuch in Breslau
Dem Rückblick auf die gute Zusammenarbeit folgten Ideen für Zukunft.
„Wir blicken dankbar auf das Erreichte zurück und hoffen, dass unsere gemeinsame Arbeit auch im neuen Jahr ebenso erfolgreich, inspirierend und partnerschaftlich weitergeht“ – sagte Krzysztof Kidula, Vorsitzender des Deutsch-Polnischen Vereins Wiesbaden-Breslau e.V. anlässlich des letzten Treffens in Breslau (Wrocław). Beide Seiten hoffen auf die erfolgreiche Fortsetzung der Zusammenarbeit.
Im Dezember 2025 konnten die Mitglieder des Vereins wieder zu Gast in Breslau sein. Schon seit einigen Jahren dauert eine rege Partnerschaft zwischen der hessischen und niederschlesischen Hauptstadt, in derer Mittelpunkt der kulturelle Austausch der musikalisch begabten Studenten steht. Zum dritten Mal konnten die Studenten der Wiesbadener Musikakademie und der Karol-Lipiński-Musikakademie Breslau gemeinsam ein Konzert spielen, sich kennenlernen und Ideen austauschen.
Am 12. Dezember 2025 fand im Breslauer Rathaus das offizielle Treffen der Gäste mit den Repräsentanten der Stadt und der Stadtverwaltung: Ryszard Kessler, der Stellvertreter des Breslauer Oberbürgermeisters und Aleksandra Pierścińska-Lichwa vom Büro für Auslandsbeziehungen statt, auf dem viele Aspekte der Zusammenarbeit besprochen wurden. Zum Treffen wurde auch der Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Breslau, Martin Kremer, eingeladen. In zwei Jahren werden die beiden Städte Wiesbaden und Breslau das 40. Jubiläum der Partnerschaft feiern. Bald wird mit den Vorbereitungen für dieses einmalige Ereignis begonnen. Auf dem Treffen wurden die Entwicklungstendenzen der niederschlesischen Hauptstadt vorgestellt und die Gemeinsamkeiten, die die beiden Partnerstädte verbinden.
Ein besonderer Punkt der Präsentation betraf den berühmten Chirurgen Johannes von Mikulicz-Radecki, der die letzten 15 Jahre seines Lebens in Breslau verbrachte. Im vorigen Jahr wurde an den 175. Geburtstag und den 120. Todestag von Jan Mikulicz-Radecki (deutsch: Johannes von Mikulicz-Radecki), dem herausragenden Arzt und „Vater” der modernen Chirurgie erinnert. Das Thema wurde nicht zufällig ausgewählt: unter den Wiesbadener Gästen war mit der Vertreterin der Stadtverwaltung – Wiebke Roth – auch die Urenkelin des berühmten Arztes dabei. Deshalb haben ihr die Vertreterinnen der Breslauer Medizinischen Universität – Wiktoria Król, Magdalena Dyderska und Wioletta Samborska –das moderne Zentrum der medizinischen Simulation gezeigt und die Besichtigung des historischen Gebäudes ermöglicht, in dem Ende des 19. Jahrhunderts unter Leitung von Jan Mikulicz-Radecki der modernste Operationssaal Europas entstand. Hier, wo Mikulicz-Radecki seine mutigen Operationen durchführte und wo Ferdinand Sauerbruch seine Unterdruckkammer für Brustoperationen erfand, soll in drei Jahren das moderne Zentrum für Medizinische Entdeckungen entstehen (Centrum Odkryć Medycznych) – eine neue Attraktion auf der Breslauer Landkarte.
Am Abend fand in der Karol-Lipinski-Musikakademie ein Konzert statt, an dem begabte Studenten der beiden Akademien: Yiqing Huang, Yaoyu Yang aus Wiesbaden und Bartosz Kurdybacha, Haoqing Liu, Mateusz Bagiński, Joanna Galik, Aleksandra Czajka, Amelia Jankowska aus Breslau ihr Talent präsentierten. Das Konzert dauerte über zwei Stunden.
Am nächsten Tag wurde für die Gäste und Musikstudenten aus Wiesbaden eine thematische Stadtführung „Das musikalische Breslau“ organisiert. Danach konnte der Besuch auf dem schönsten Weihnachtsmarkt in Polen – direkt auf dem Breslauer Marktplatz – nicht fehlen. Den Ausklang des Besuchs bildete das Treffen mit der neuen Direktorin der Breslauer Oper, Agnieszka Franków-Żelazny, und das Ballett „Der Nussknacker“.
Text: Małgorzata Urlich-Kornacka, Krzysztof Kidula
Bilder: Małgorzata Urlich-Kornacka, Krzysztof Kidula

















