Wunderschöner Winter im Isergebirge

Wer einen wunderschönen Winter in den Westsudeten erleben möchte, der soll sich beeilen

Aktuell herrschen optimale Bedingungen für Wanderungen und Wintersport im Isergebirge. 

Wer noch einen wunderschönen Winter im Isergebirge (Westsudeten) erleben möchte, der muss sich beeilen. Diese und nächste Woche sollen noch optimale Bedingungen für Wanderungen sein (Schnee dem Sand ähnlich, Temperaturen bis minus 8-10 Grad, sonniges Wetter). Die bekanntesten Kurorte des Isergebirges: Bad Flinsberg (Świeradów Zdrój) und Bad Schwarzbach (Czerniawa Zdrój), früher ein selbständiger Kurort, heute ein Teil von Bad Flinsberg, verfügen über sehr schöne Wanderwege. 

Heute zwei Empfehlungen für Alle, die das erste Mal ins Isergebirge fahren und schöne winterliche Aussichten miterleben wollen:

Die erste Route von Bad Flinsberg bis zum Heufuder (Stóg Izerski): 1105 m über dem Meeresspiegel.

Und die zweite Route von Bad Schwarzbach bis zum Dresslerberg (Czerniawska Kopa): 776 m über dem Meeresspiegel, wo ein neuer Aussichtsturm steht (Eintritt frei).

Die erste Wanderung beginnt am Kurhaus in Bad Flinsberg (ul. Zdrojowa 1). Bevor man den roten Wanderweg bis zur Spitze des Heufuders folgen wird, empfiehlt die Autorin zuerst den schwarzen Wanderweg vom oberen Kurpark zu nehmen (ul. Spacerowa). Es ist ein Wanderweg mit Bildungsstationen, führt durch den Wald und ist mit vielen Informationstafeln ausgestattet, die auch auf Deutsch vorbereitet wurden. Neben den Tafeln stehen oft kleine Objekte, die eine Schilderung zu den Tafelinformationen bilden. So können wir hier eine Miniatur des Fachwerkhauses sehen, ein Modell einer Skischanze, usw. Mit dem schwarzen Wanderweg kommt man bis zum Hotel „Czeszka“ (ul. Graniczna). Von hier führt der rote Wanderweg bis zum Heufuder (Stóg Izerski): 1105 m über dem Meeresspiegel. Ein Teil der Stecke führt durch den Wald und ein Teil einen breiten Asphaltweg bergauf.

Auf der Spitze des Heufuders befinden sich schöne Aussichtsplattformen, u.a. eine auf der oberen Station der Gondelbahn. Für die Gäste, die das Ticket für die Gondel haben, ist die Plattform kostenlos, die anderen Wanderer müssen 30 PLN (ca. 7 EUR) dafür zahlen. Aber genauso schöne Aussichten hat man von den kostenlosen Aussichtspunkten oder von der Veranda der Berghütte. Falls sich jemand entscheidet, die Fahrt nach unten zu nehmen, kann man das Ticket im Automat bei der Gondelbahn SKI & SUN kaufen (Preisliste).

Der zweite Vorschlag betrifft die Ortschaft Bad Schwarzbach (seit 1973 Teil von Bad Flinsberg). Vom Zentrum geht man in Richtung Hotel Klinika Młodości Medical SPA (ul. Spadzista 1-3 – hier gibt es übrigens einen kostenlosen Parkplatz. Und von hier den schwarzen Wanderweg bis zum Aussichtsturm auf dem Dresslerberg. Von hier gibt es wunderschöne Aussichten auf das Isergebirge. Runter soll man am besten den milden grün-schwarzen und später den schwarzen Weg zurück zum Kurort nehmen. Man kommt direkt zum Zentrum oder zum Parkplatz.

Die Wassermühle in Bad Schwarzbach – die sog. Teufelsmühle.

Nach der Wanderung ist der Besuch in einer alten Mühle – der sog. Teufelsmühle (Czarci Młyn) – sehr empfehlenswert. Die Führungen (jede Stunde) sind dort zur Zeit leider nur auf Polnisch, aber im Mühlen-Café kann man ein gutes Brot kaufen, einen Kaffee trinken und sich kurz aufwärmen. Die Besonderheit der Mühle bildet die originale Ausstattung aus dem Jahre 1890 und die Replik von dem großen Mühlenrad – Durchmesser 6,5 Meter.

Es besteht die Möglichkeit, die zwei Routen zu verbinden: zuerst den schwarzen Wanderweg vom Bad Schwarzbach bis zum Aussichtspunkt auf dem Dresslerberg (Czerniawska Kopa) nehmen, dann ein Stückchen runter zum Pass unterhalb der Czerniawska Kopa (765 m ü.d.M.). Von hier geht der grüne Wanderweg zum Smrk / Tafelfichte (1113 m ü.d.M.), dann zum Heufuder und dann geht man runter bis nach Bad Flinsberg (zu Fuß oder mit der Gondelbahn). Von hier kehrt man mit dem kostenlosen Shuttle-Service direkt nach Bad Schwarzbach zurück. Die Route kann man auch in der gegenseitigen Richtung machen. Bei dieser Strecke ist es aber wichtig, früh – gegen 8.00/8.30 zu starten. Im Winter sind die Tage noch kurz und die Temperaturen schwanken von minus 5 bis minus 10 Grad. Warme Suppe und heißer Tee sind ein Muss!

Text und Bilder: Małgorzata Urlich-Kornacka