Max-Born-Forschungsallianz in Breslau

Ziel des Bündnisses ist es, das wissenschaftliche und infrastrukturelle Potenzial bedeutender Forschungszentren aus der Odermetropole zu bündeln

Max Born war ein herausragender Physiker und Mathematiker, Nobelpreisträger und… Breslauer.

Im November 2025 wurde in Breslau (Wrocław) die Max-Born-Forschungsallianz gegründet. Hinter der Initiative stehen drei Forschungszentren – die Technische Universität Breslau und zwei Institute der Polnischen Akademie der Wissenschaften: das Institut für Immunologie und Experimentelle Therapie und das Institut für Niedrigtemperatur- und Strukturforschung. 

„Gemeinsam werden wir Forschungen in den Bereichen Mathematik, Physik, Chemie und Medizin durchführen. Es geht nicht nur um gemeinsame Publikationen oder die Einwerbung von Fördermitteln, sondern vor allem um die Unterstützung junger Wissenschaftler und Doktoranden, die dank der Vereinbarung das Potenzial aller drei Institutionen nutzen können. Das ist eine Chance für eine schnellere Entwicklung ihrer Karriere”, sagte Prof. Arkadiusz Wójs, Rektor der Technischen Universität Breslau, während der Gründungzeremonie dieses wissenschaftlichen Bündnisses.

Gemeinsame Forschungsteams aufbauen

Nun ist ein vierter Partner der Allianz beigetreten: Łukasiewicz–PORT (Polski Ośrodek Rozwoju Technologii, also Polnisches Zentrum für Technologieentwicklung). Das ist ein Teil des 2019 gegründeten polnischen Forschungsnetzwerks Łukasiewicz, das heute zu den größten Projekten dieser Art in Europa zählt. Das Łukasiewicz–PORT konzentriert sich auf interdisziplinäre wissenschaftliche Forschung im Bereich neuer Technologien, vor allem in den Bereichen Gesundheit, Biotechnologie und Werkstofftechnik. 

Im Januar 2026 schloss sich ein viertes Breslauer Forschungszentrum der Max-Born-Forschungsallianz an. Von links: Prof. Jarosław Bosy, Direktor von Łukasiewicz – PORT, Prof. Arkadiusz Wójs, Rektor der Technischen Universität Wrocław, Prof. Dariusz Kaczorowski, Direktor des INTBS PAN, Prof. Andrzej Gamian, Direktor des IITD PAN.
Pressemitteilung

Die Allianz plant die Bildung gemeinsamer, interdisziplinärer Forschungsteams unter Beteiligung von Wissenschaftlern aus verschiedenen Zentren, insbesondere von Nachwuchswissenschaftlern.

Dabei geht es auch um die Erleichterung des gegenseitigen Zugangs zu Forschungsressourcen und die gemeinsame Organisation von wissenschaftlichen Veranstaltungen und Veranstaltungen zur Popularisierung der Wissenschaft.  

Max Born und Breslau

Zum Patron der Initiative wurde Max Born gewählt, ein herausragender Physiker und Mathematiker, der am 11. Dezember 1882 in Wrocław geboren wurde (gestorben am 5. Januar 1970 in Göttingen). Er studierte an der Universität Breslau. Im Archiv der Universität soll sogar sein Studienbuch erhalten geblieben sein.

Das Haus in Breslau, in dem Max Born geboren wurde. Heute befindet sich dort der Sitz des Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen in Breslau.
Foto. Sławomir Szymański

Max Born ist neben Heisenberg und Schrödinger einer der Hauptbegründer der Quantenmechanik. 1954 erhielt er den Nobelpreis für Physik „für seine grundlegenden Forschungen auf dem Gebiet der Quantenmechanik, insbesondere für die statistische Interpretation der Wellenfunktion”.

Heute befindet sich die Fakultät für Physik und Astronomie der Universität Wrocław am Max-Born-Platz. Und an der Wand des Hauses, in dem der Wissenschaftler geboren wurde, heute am Plac Wolności 4, befindet sich eine Gedenktafel mit einem Relief des Wissenschaftlers. Im Jahr 2002 wurde sie von Professor Gustav Born, dem Sohn von Max, enthüllt.

Die Gedenktafel mit Relief von Max Born.
Foto. Sławomir Szymański

Text: Sławomir Szymański