Spielfilm über die Anfänge der Karriere von Adam Małysz
Fünfundzwanzig Jahre nach dem Triumpf des schlesischen Skispringers bei der Vierschanzentournee begannen die Dreharbeiten für den Streifen „Adam“.
Der „Adler aus Weichsel“, wie ihn die Medien nannten, gehört zu den erfolgreichsten polnischen Sportlern des 21. Jahrhunderts. Der vierfache Olympiamedaillengewinner, vierfache Weltcup-Sieger und Triumphator der Vierschanzentournee wurde in Polen zu einem Nationalhelden. Nach seinen ersten Erfolgen in Innsbruck und Bischofshofen erfasste das Land 2001 ein wahres Małysz-Fieber (poln. Małyszomania). Der Sportler, der 1977 im ostschlesischen Weichsel (Wisła) in einer protestantischen Familie zur Welt kam, ist auch heute eine lebende Legende. Nicht nur ist ihm ein Museum in Weichsel gewidmet (Galeria Sportowe Trofea Adama Małysza). Auch trägt die dortige Sprungschanze, auf der die Wettbewerbe des Weltcups stattfinden, seinen Namen.

Im Mittelpunkt des Films stehen allerdings nicht die größten Triumphe, sondern der schwierige Anfang Małyszs Karriere. Der auf Fakten gestützte Streifen will vor allem das Menschliche an dem großen Sportler zeigen. Es ist eine Erzählung von einem jungen Mann, der in den „mageren“ Jahren Einsamkeit und Druck erlebt, in denen er Entscheidungen treffen muss, von denen sein künftiges Leben abhängen wird. Wie der Sportler selbst sagte, werde der Film die ehrliche Geschichte seines Lebens zeigen, denn Skispringen sei vielmehr als nur das, was man in den Fernsehübertragungen sieht.


Die Hauptrolle spielt der 25-jährige Bartłomiej Deklewa. Der Absolvent der Krakauer Akademie für Theaterkunst gilt als einer der vielversprechendsten polnischen Schauspieler der jungen Generation. Bisher kannte ihn das Publikum vor allem aus der Netflix-Serie „Absolute Anfänger”. Außer Deklewa lud der Regisseur Tomasz Matuszczak mehrere bekannte Persönlichkeiten der polnischen Filmszene zur Kooperation ein, unter anderem Ireneusz Czop, Piotr Głowacki und Dorota Pomykała. Die Premiere ist für 2027 geplant.

Text: Dawid Smolorz
