Theodor Fontane im Riesengebirge

Theodor Fontane. Denkmal in Neuruppin, Foto Traub

Vortrag: Freitag, 16. August 2019, 18 Uhr, Schlesisches Museum zu Görlitz
Exkursion: Samstag, 17. August 2019, 8-19 Uhr

2019 jährt sich zum 200. Mal Theodor Fontanes Geburtstag (1819-1898). Unter dem Titel »fontane.200« würdigt das Land Brandenburg vom 30. März bis zu Fontanes Geburtstag am 30. Dezember den großen Autor. 

Das Schlesische Museum zu Görlitz beteiligt sich am Jubiläumsprogramm mit zwei Beiträgen zum Thema „Theodor Fontane im Riesengebirge”: einem Vortrag und einer Exkursion.

Der “märkische Dichter” besuchte Schlesiens höchste Berge in den Jahren 1868-1892 insgesamt zehnmal. Er war aber kein versierter Bergwanderer. Seine Sommerfrischen in Erdmannsdorf (Mysłakowice), Hermsdorf (Sobieszów), Krummhübel (Karpacz) und Brückenberg (Karpacz Górny) nutzte er vor allem zur literarischen Arbeit. Riesengebirgsmotive tauchen auch in seinen Werken, wie z.B. im Roman Quitt und einigen Kurzgeschichten. Im reich bebilderten Vortrag nimmt Dr. Jan Pacholski, Dozent an der Universität Breslau und Leiter der Polnischen Sektion der Theodor Fontane Gesellschaft e.V. die Besucher mit auf eine spannende Reise ins Riesengebirge des Theodor Fontane.
Weitere Informationen zum Vortrag von Dr. Pacholski finden Sie hier.

Dr. Jan Pacholski

Den literarischen und biografischen Spuren Fontanes im Riesengebirge wird auch auf der darauf folgenden Tagesfahrt nachgespürt. Besucht werden Orte, Plätze und Landschaften, die sowohl in seinem belletristischen Werk als auch in seinen Briefen teilweise ausführlich Erwähnung gefunden haben. Einen besonderen Platz nimmt dabei Krummhübel ein, wo sich Fontane besonders gern aufgehalten hat. Krummhübel war auch der Hauptort der sogenannten Laboranten, Laienapotheker, die den dortigen Reichtum an Kräutern zur Herstellung von Arzneien nutzten. Diesem Thema widmete sich ebenfalls Theodor Fontane, der von Beruf Apotheker war und sich sehr für die alte Kräuter-Medizin interessierte.
Den näheren Ablauf der Exkursion und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

Schneekoppe, Foto: Andrzej Paczos