Fast 7,5 Millionen Euro aus dem Staatshaushalt für Denkmäler in Niederschlesien

Das polnische Ministerium für Kultur und Nationales Erbe gibt mehr Geld für Denkmalschutz in Niederschlesien

Insgesamt werden 412 Aufgaben im Bereich Rettung und Sanierung von Denkmälern realisiert.

Das polnische Ministerium für Kultur und Nationales Erbe verteilt jedes Jahr Mittel für die Reparatur und Renovierung von unbeweglichen und beweglichen Denkmälern in ganz Polen. Es steht immer ein bestimmter Betrag zur Verfügung – für das Jahr 2026 sind das 167 Millionen Zloty, also fast 40 Millionen Euro.

Niederschlesien erhielt davon etwa 31 Millionen Zloty, also etwa 7,35 Millionen Euro. In der Region befindet sich jedes vierte Objekt aus dem gesamtpolnischen Denkmalregister. Bei einer proportionalen Verteilung müsste Niederschlesien also mindestens 10 Millionen Zloty mehr erhalten. Dennoch stellt der derzeitige Betrag einen deutlichen Fortschritt dar. Jahrzehntelang floss die zentrale Unterstützung für Denkmalschutz nur in sehr geringem Umfang.

An der Kirche Wang in Karpacz wird die nächste Phase der umfassenden Renovierung der Holzkonstruktion durchgeführt. Foto. Sławomir Szymański
Was ist eine Aufgabe

Mit den in diesem Jahr bewilligten Mitteln werden insgesamt 412 Aufgaben realisiert. In der Regel handelt es sich dabei um die Umsetzung einer einzelnen Arbeitsphase. Bei einigen Objekten sind jedoch mehrere Aufgaben dieser Art zu bewältigen.

Beispielsweise werden in der Friedenskirche in Schweidnitz (Świdnica) einige Arbeiten im Innenbereich durchgeführt (Konservierung einer der Logen und der an eine andere angrenzenden Elemente) und die Konservierung des Daches fortgesetzt.

Was ist noch geplant

Erhebliche Mittel wurden für die Beseitigung der Folgen der Überschwemmungen von September 2024 bereitgestellt. Bad Landeck (Lądek-Zdrój), wo unter anderem beschädigte Mietshäuser renoviert werden sollen, erhält insgesamt über 4 Millionen Złoty, die Stadt Glatz (Kłodzko) fast 4 Millionen Złoty.

Auch viele andere wichtige Denkmäler in der Region erhielten Fördermittel. So erhält beispielsweise die manieristische Dreifaltigkeitskirche (16.-17. Jahrhundert) in Rothsürben (Żórawina) Mittel für die nächste Phase der Konservierung der Polychromie und Monochromie des Innenraums. Ein Teil der Stadtmauer in Oels (Oleśnica) wird renoviert. Die Gnadenkirche St. Andreas Bobola in (Militsch) Milicz (aus dem 18. Jahrhundert) wird gerettet, wobei es darum geht, das Neigen des Turms zu stoppen. In der Kirche Wang in Krummhünel (Karpacz) wird die nächste Phase der umfassenden Renovierung der Holzkonstruktion durchgeführt.

Es wird wahrscheinlich keinen schiefen Turm in Milicz geben. Die Neigung des Turms wird gestoppt. Foto. Sławomir Szymański

In der Festung Silberberg (Srebrna Góra) wird die Restaurierung der Mauern und des unterirdischen Ganges im Donjon und im unteren Bastion fortgesetzt. Im Ort Silberberg werden auch weitere Rettungsarbeiten an den Pfeilern der Eisenbahnüberführung auf der Strecke der ehemaligen Eulengebirgsbahn (Überführung aus dem Jahr 1901, 28 Meter hoch) durchgeführt.

Am Schloss Fürstenstein (Zamek Książ) wird ein fast 100 Meter langer Abschnitt der Burgmauern auf der Südostseite umfassend renoviert. Es handelt sich um den ältesten Teil der Burgmauern, dessen Fundament aus dem Ende des 15. Jahrhunderts stammt.

In Liegnitz (Legnica) beginnt die Revitalisierung des Haynauer Torturms (Brama Chojnowska), eines der interessantesten Denkmäler und eines der wertvollsten mittelalterlichen Verteidigungsbauwerke der Stadt. Der Umfang der Arbeiten umfasst unter anderem die Wiederherstellung des Dachstuhls und der Decke über dem 8. Stockwerk mit der Wiederherstellung der historischen Dachkonstruktion aus dem frühen 20. Jahrhundert. Das Gebäude soll auch „historisch korrekte” Fenster erhalten – aus Holz, mit Kastenkonstruktion und einem Sprossensystem, das den ursprünglichen Lösungen entspricht.

Die Mittel für die Arbeiten an Denkmälern in der Region stammen auch aus anderen Quellen. Die Selbstverwaltung der Woiwodschaft Niederschlesien hat für diesen Zweck einen Betrag von 12 Millionen Zloty bereitgestellt – 20 Prozent mehr als im Vorjahr.

Text und Bilder: Sławomir Szymański