Schlesisches Museum zu Görlitz

Schlesisches Museum zu Görlitz
Schönhof
Brüderstraße 8
02826 Görlitz

Pläne für die Errichtung eines zentralen Museums für Schlesien auf dem Boden der Bundesrepublik Deutschland reichen bis in die 1970er Jahre zurück. Nach einem ersten Anlauf in Niedersachsen wählte man 1991 Görlitz zum Standort des geplanten Museums. 1996 errichteten die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Sachsen, die Stadt Görlitz und die Landsmannschaft Schlesien eine Stiftung, der die Trägerschaft über das Museumsprojekt übertragen wurde. Bund und Freistaat übernahmen die institutionelle Förderung. Die Stadt Görlitz stellte den Schönhof als Museumsgebäude zur Verfügung; später erwarb die Stiftung das Haus zum Goldenen Baum als Sitz der Museumsverwaltung. Mit der Einrichtung eines Wissenschaftlerstabs 1999 trat das Projekt in eine neue Phase ein. 2001 konnten im Haus zum Goldenen Baum einige Ausstellungsräume bezogen werden. Mit dem Ende der Restaurierung des Schönhofs und der Eröffnung der ständigen Ausstellung im Mai 2006 kam der Aufbau des Schlesischen Museums zum Abschluss.

Die Sammlung ist seit den 1990er Jahren im Aufbau und bietet inzwischen einen guten Überblick über die Kulturgeschichte Schlesiens in den letzten Jahrhunderten. Schwerpunkte sind Kunsthandwerk und Kunstgewerbe des 17.-19. Jahrhunderts. Wichtige Sammlungsgebiete sind topografische Ansichten aus Schlesien, Touristica und »Riesengebirgskunst«, ferner die Bereiche Industriekultur, Großstadtleben und Kunst der klassischen Moderne.

Beim Aufbau der Sammlung spielen Schenkungen, meist aus den Händen alter Schlesier, eine wichtige Rolle. Einen Grundstock bilden Dauerleihgaben des Bundes. In mehreren Fällen gelang es, größere geschlossene Sammlungskomplexe zu erwerben, so auf den Gebieten der Numismatik und der Keramik. 2001 wurde eine große Sammlung mit Arbeiten von Lehrern und Künstlern der Breslauer Akademie erworben.

Weitere Informationen:
Website: www.schlesisches-museum.de
E-Mail: kontakt@schlesisches-museum.de