Friederike Gräfin von Reden und ihr Arkadien in Buchwald

In Vortrag und Exkursion wird in Görlitz an die „Mutter des Hirschberger Tales“ erinnert

Im Mai jährt sich ihr Geburtstag zum 250. und ihr Todestag zum 170. Mal.

Das Kulturreferat für Schlesien am Schlesischen Museum zu Görlitz und die Kirchliche Stiftung evangelisches Schlesien erinnern in Vortrag und Exkursion an Friederike von Reden.

  • 15. Mai, 18 Uhr, Schlesisches Museum zu Görlitz, Eintritt frei: Friederike Gräfin von Reden und ihr Arkadien in Buchwald im Hirschberger Tal, Vortrag von Dr. Urszula Bończuk-Dawidziuk, Universitätsmuseum Wrocław (Breslau)
  • 1. Juni, 8–19 Uhr, Exkursion zu den Wirkungsorten der Gräfin Friederike von Reden im Hirschberger Tal mit abschließendem Konzert in Bukowiec (Buchwald)
Idylle im Park von Buchwald / Bukowiec, Fot. Iza Liwacz

Friederike von Reden (12. Mai 1774 bis 14. Mai 1854) lebte über 50 Jahre lang in dem malerischen Dorf Buchwald (heute Bukowiec) am Fuße des Riesengebirges. Sie nutzte diese Zeit sehr kreativ, indem sie sich auf kulturellem, religiösem, sozialem und künstlerischem Gebiet engagierte.

In ihrem Vortrag am 15. Mai widmet sich Dr. Urszula Bończuk-Dawidziuk vom Universitätsmuseum Wrocław den Ursprüngen und Auswirkungen ihrer Tätigkeit. Das Hauptthema ist der Einfluss der Natur, insbesondere des Landschaftsgartens im englischen Stil in Buchwald, dessen idyllischer Raum von ihrem Ehemann Friedrich Wilhelm von Reden geschaffen wurde. Nach seinem Tod wurde der Garten zur Inspiration für die Gräfin und beeinflusste maßgeblich ihre kulturelle Rolle in der Geschichte des Hirschberger Tales und Riesengebirges.

Dr. Urszula Bończuk-Dawidziuk ist Kunsthistorikerin und Museologin. Sie studierte in Breslau, Frankfurt an der Oder und Warschau. Sie ist Autorin zahlreicher wissenschaftlicher Artikel und Mitautorin mehrerer Monografien. 2019 erschien ihr Buch „Die kulturellen Aktivitäten der Gräfin Friederike von Reden (1774–1854)“ im Breslauer ATUT-Verlag (in polnischer Sprache). Sie ist Mitglied im Verband der Kunsthistoriker, im Verband der akademischen Museen, im Verband der polnischen Museologen und in der Historischen Kommission für Schlesien. Beruflich interessiert sie sich für die Kunst- und Kulturgeschichte um 1800 und die Geschichte der Museologie in Wrocław.

Im Park von Bukowiec / Buchwald, Fot. Krzysztof Sawicki
Tagesfahrt endet mit Konzert in Bukowiec

Die von Margrit Kempgen geleitete Tagesfahrt am 1. Juni ist mit dem Besuch von Karpacz (Krummhübel), Mysłakowice (Erdmannsdorf) und Bukowiec (Buchwald) verbunden – dreier Orte, an denen die kulturelle und gesellschaftliche Tätigkeit der Gräfin besondere Spuren hinterlassen hat. Die Kirche Wang in Karpacz, die Tiroler Häuser in Mysłakowice und die Schloss- und Parkanlage von Bukowiec sind bis heute eindrucksvolle Zeugnisse ihres Weitblicks und ihres Engagements für die Region. Und wir werden die Freude einer ganz persönlichen Begegnung mit Gräfin von Reden haben. Ein ihr gewidmetes Konzert in Bukowiec ist der Höhepunkt zum Abschluss der Exkursion.

Friedrich Gottlieb Endler, Eine Partie von Buchwald, 1803, Druckgrafik, Muzeum Narodowe we Wrocławiu (Nationalmuseum Breslau), Fot. Arkadiusz Podstawka

Die Anmeldung zur Tagesfahrt erfolgt bei der Kirchlichen Stiftung evangelisches Schlesien unter 03581 876682 oder per E-Mail an kirchlichestiftung@evangelisches-schlesien.de.

Text: Agnieszka Bormann, Kulturreferat für Schlesien