Museum macht mobil

Ein Wochenende – zwei Reiseangebote: Wanderung auf den Zobtenberg und Exkursion nach Breslau am 27.-28. Juni 2026

Das Kulturreferat für Schlesien am Schlesischen Museum zu Görlitz organisiert die Reisen mit einem Görlitzer Reisebüro.

Am letzten Juni-Wochenende bietet das Kulturreferat für Schlesien am Schlesischen Museum zu Görlitz zwei zweitägige Reisen an: eine Wanderung auf den Zobtenberg (Ślęża) und eine Studienfahrt nach Breslau (Wrocław).

Die „Expedition zum schlesischen Olymp“ unter der Leitung des Geografen Andrzej Paczos führt zum Zobtenberg (718 m ü.d.M.), der neben der Schneekoppe im Riesengebirge und dem oberschlesischen Annaberg zu den drei wichtigsten Bergen Schlesiens gehört. Er erhebt sich über dem uralten Siedlungsgebiet der Silinger in der Schlesischen Ebene südlich von Breslau (Wrocław). Von weitem gut sichtbar, monumental und mit dem Gipfel oft in den Wolken, wurde der Berg als Sitz der Götter angesehen. Auf seinem Gipfel befand sich tatsächlich eine vorzeitliche Kultstätte, vermutlich in der Bronzezeit entstanden. Spuren dieser Zeit, steinerne Figuren und Wallanlagen, sind bis heute sichtbar. Am Gipfel stehen eine Kirche, eine Herberge, ein großer Sendemast und ein kleiner Aussichtsturm, von dem man fast ganz Niederschlesien sehen kann.

Die Expedition ist Teil des Programms „Wandern in Schlesien 2026: Kultur und Natur“, zu dem das Kulturreferat für Schlesien in Zusammenarbeit mit dem Görlitzer Reisebüro Christian Reisen noch bis Oktober 2026 einlädt.

  1. Das zweite Angebot, ebenso mit Christian Reisen organisiert, gehört zum Begleitprogramm der Ausstellung „Zeichen der Zeit. Deutsche Inschriften in Schlesien“, die bis zum 13. September im Schlesischen Museum zu Görlitz zu sehen ist. In der Odermetropole Breslau findet man unzählige Spuren ihrer Geschichte vor 1945: deutsche Inschriften im öffentlichen Raum, deutsche Architektur, deutsche Friedhöfe und vieles mehr. Im Rahmen der zweitägigen Studienreise „Deutsche Inschriften erzählen Breslauer Geschichte(n)“ unter der Leitung der Kulturreferentin Agnieszka Bormann widmen wir uns diesen „Zeichen der Zeit“, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verknüpfen. Im Programm stehen unter anderem:
    – Treffen mit Dr. Alan Weiss auf dem Friedhof in Krietern (Krzyki), dem Schauplatz eines aktuellen Lapidarium-Projektes. Im Vorfeld der Exkursion, am 25. Juni, hält Dr. Weiss dazu einen Vortrag im Schlesischen Museum. Er ist Mitbegründer der Initiative „Spod ziemi patrzy Breslau“ (Breslau schaut aus der Erde hervor) zur Rettung alter deutschen Grabsteine.
    – Spaziergang mit Mirko Seebeck, Blogger von WroclawGuide.com, durch den Breslauer Stadtteil Nadodrze – besonders kontrastreich, mit vielen deutschen Inschriften im öffentlichen Raum und mit ausgeprägter kreativer Kulturszene.
    – Spaziergänge mit der Stadtführerin und Autorin Małgorzata Urlich-Kornacka: am Stadtgraben zu den jüngst restaurierten markanten Bauten (Taschenbastion, Milchhaus Café Berg), auf den Spuren von Marek Krajewski und seinen Breslau-Krimiromanen sowie durch Breslau als Stadt der Moderne.

Weitere Informationen und Anmeldung (bis 12. Juni) direkt bei:
Reisebüro Christian Reisen
Sechsstädteplatz 2, 02826 Görlitz
pawelczyk@christianreisen.com
03581 6490895

Alle Angebote des Kulturreferates 2026 auf einen Blick hier.

Text: Agnieszka Bormann, Kulturreferat für Schlesien