Das Jahr der Fürstin Daisy von Pless offiziell eröffnet

Am 13. Januar 2023 erklärten die Bürgermeister von Wałbrzych (Waldenburg) und Pszczyna (Pless) das Daisy-Jahr für eröffnet

Vorgestellt wurde auch das Programm, mit dem man Fürstin ehren möchte.

Am 13. Januar 2023 wurde das Jahr der Fürstin Daisy von Pless im Teatr Dramatyczny (Dramatisches Theater) in Wałbrzych (Waldenburg) durch den Bürgermeister von Wałbrzych, Roman Szełemej, und den Bürgermeister von Pszczyna (Pless), Dariusz Skrobol, offiziell eröffnet. Bei Wałbrzych und Pszczyna handelt es sich um Partnerstädte, die durch die Person von Daisy verbunden sind. Daisy, oder Mary Theresa Olivia Cornwallis-West, war Fürstin von Pless, Gräfin von Hochberg und Freifrau zu Fürstenstein.

Bürgermeister von Wałbrzych, Roman Szełemej (Mitte), und den Bürgermeister von Pszczyna, Dariusz Skrobol (rechts), eröffnen das Daisy-Jahr im Teatr Dramatyczny in Wałbrzych am 13. Januar 2023. Foto: Pressemappe

„Dies ist die erste derartige Initiative, bei der Städte aus Nieder- und Oberschlesien ein gemeinsames Jahr feiern”, betont Mateusz Mykytyszyn, Sprecher des Schlosses Fürstenstein (Zamek Książ) in Wałbrzych und Präsident der Fürstin-Daisy-von-Pless-Stiftung. Im Jahr 2023 jährt sich der Geburtstag von Daisy zum 150. und ihr Todestag zum 80. „Wir haben zwei runde Jahrestage. Wir wollten der berühmtesten Einwohnerin unserer Stadt auf besondere Weise gedenken. Deshalb hat der Stadtrat von Wałbrzych beschlossen, das Jahr 2023 zum Jahr der Fürstin Daisy von Pless zu erklären. Dies geschah auf gemeinsamen Wunsch des Schlosses Fürstenstein, der Fürstin-Daisy-von-Pless-Stiftung und der Kulturkommission der Stadt”, ergänzt ein Sprecher des Zamek Książ.

Teil der Eröffnung des Daisy-Jahres war das Musical, das im vergangenen Jahr vom Zamek Książ und dem Dramatischen Theater Wałbrzych produziert wurde. Das Libretto stammt von Konrad Imiela, dem Direktor des Capitol-Theaters in Wrocław (Breslau).

Was ist zu erwarten

Wir kennen bereits den Kalender mit den nächsten Veranstaltungen, die in Wałbrzych bis zum Sommer geplant sind. „Die wichtigste davon wird im Mai die Enthüllung der Namenstafel am Schul- und Kindergartenkomplex Nr. 5 in Wałbrzych sein, dessen Schüler in einer demokratischen Abstimmung Fürstin Daisy zu ihrer Schutzpatronin gewählt haben. Dies ist die erste Schule in Wałbrzych, die mit ihrem Namen geehrt wird – eine großartige Möglichkeit, ihrer Verdienste zu gedenken. Sie engagierte sich für die Menschen in diesem Gebiet und führte zahlreiche Initiativen durch. Das sind die Gründe, warum nach all den Jahren immer noch über sie gesprochen und geschrieben wird”, betont Mykytyszyn.

Die meisten Veranstaltungen werden sich aber natürlich auf das Schloss Fürstenstein selbst konzentrieren. Das 33. Festival der Blumen und Kunst, das Ende April und Anfang Mai hier stattfindet, steht unter dem Motto “Fürstin Daisys geheimer Garten”. Es wird eine spezielle Tour vorbereitet, die sich auf ihr Leben bezieht. Das Musical “Daisy” wird weiterhin im Teatr Dramatyczny aufgeführt. Für den 28. Juni ist ein großes Gedenkkonzert zum Geburtstag der Fürstin auf dem Gelände des Schlosses geplant.

Fürstin Daisy von Pless hat ihre eigene Bank in Pszczyna (Pless). Foto: wikipedia

Die Wohnungen der Fürstin

In Vorbereitung ist eine ungewöhnliche Attraktion. Daisys Privatwohnungen, die sich im zweiten Stock des Schlosses befinden, werden zur Besichtigung gestellt. „Während des Krieges wurden sie zerstört und von der Organisation Todt umgebaut. Wir geben ihnen ihren früheren Glanz zurück. Es ist uns gelungen, mehrere Originalgegenstände aus diesen Innenräumen zu kaufen und zurückzugewinnen, darunter auch den Kamin – sagt der Sprecher des Schlosses.

Die Wohnungen sollen Ende Juni dieses Jahres der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Anfang Dezember 2022 ist die erste vollständige polnische Übersetzung von Daisys Tagebüchern „Tanz auf dem Vulkan” erschienen ist. So ist im Jahr der Fürstin nun ihr gesamtes literarisches Vermächtnis, d. h. alle drei Bände ihrer Memoiren, auf Polnisch erhältlich.

Text: Sławomir Szymański

Hinweise der Redaktion: